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WSOB Finale 
WSOB Finale 21.7.2008 Cannes Nachdem gestern der Riviera Cup beendet wurde kam es am drauf folgenden Montag zum Finale der WSOB. Das Endturnier wird in einem TV tauglichen Format gespielt. Die letzten 16 Spieler spielen 3 Punkt Matches in einem einfachen K.O. System. Zu gewinnen gibt es noch insgesamt 160000 Euro. Die Paarungen der ersten Runde lauteten: John Hurst vs. Andi Plater 2:3 ; Tassilo Ryzmann vs. Frederic Andrieu 1:3 ; Andreas Olsen vs. Lars Trabolt 2:3 ; Rida Hassan vs. Sakis Lagopatis 3:0 ; Robert Koca vs. Mike Svobodny 3:0 ; J. Holdt Simonsen vs. Oscar Carlsson ; 3:0 Arron Korper vs. Falafel 2:3 ; Karsten Bredahl vs. Francois Tardieu 3:1 Die Sieger von Riviera Cup, Nordic Open und den UK Masters:   
Im ersten Match des Tages kam es zum Duell zweier Briten. Der Profispieler Andy Plater muste gegen den Sportwetter John Hurst antreten. Hurst konnte eine 2:0 Führung nicht nach Hause bringen und schied somit als erster des Tages aus. Im 2. Match trafen die bei den Fachleuten als Aussenseiter gehandelten Frederic Andrieu und Tassilo Ryzmann auf einander. Beim Stand von 1:1 doppelte Ryzmann und sah schon wie der sichere Sieger aus. Beim Abtragen würfelte der sympathische Wiener einen Pasch 4. Er mußte sich zwischen 2 Varianten entscheiden. 3 ab zutragen und Schuss auf die 5 oder 2 abtragen und Schuss auf die 3. Er wählte die etwas schlechtere Variante mit dem Schuss auf die 5 und 3 abgetragenen Steinen. Der Franzose traf mit 5. Ryzmann hatte schon 8 Steine abgetragen. Trotzdem konnte Andrieu sein Board schließen und das Rennen knapp gewinnen. Beim nächsten Match muste der aktuelle dänische Meister gegen den aktuellen Weltmeister antreten. Andreas Olsen muste gegen Weltmeister Lars Trabolt in den Ring. Andreas Olsen doppelte im ersten Spiel gegen Trabolt ein Holdinggame mit Vorsprung im Rennen. Doppel-Take. Trabolt bekam noch 2 Schüsse traf nicht und verlor das Rennen. Das Crawford Game konnte Lars wiederum Gammon gewinnen und so kam es zur DMP. In dem Spiel sah Trabolt schon wie der sichere Sieger aus. Er blitzte Olsen der stand mit 3 Checkern auf der Bar konnte aber in 3 Würfen von der Bar auf den 2er Punkt einsetzen. Nun konnte Olsen den Weltmeister ausprimen und auf die Bar setzen. Olsen war schon beim abtragen, als er mit dem Wurf 6:3 so spielte, dass in Folge Pasch 6 einen Schuss lässt. Ein kleiner, aber sicherlich vermeidbarer Fehler, der grausam bestraft wurde. Olsen warf wirklich Pasch 6 - Trabolt traf und gewann das Match. In der vierten Partie traf der Onlinequalifikant Sakis Lagopatis, der in Münster lebt, auf den Ägypter Rida Hassan. Der Ägypter galt in allen Turnieren als Aussenseiter, qualifizierte sich aber souverän. Sakis ist in der Backgammon Welt kein unbeschriebenes Blatt. Er gewann immerhin schon die Nordic Open und wurde deshalb von vielen als Favorit gesehen. Der Agypter würfelte grandios und doppelte Sakis im ersten Spiel aus und gewann das zweite Spiel ungedoppelt Gammon. Für Sakis ein kurzer und schmerzvoller Auftritt. Das darauf folgende Interview mit Moderatorin Jessi Cantrell sorgte allgemein für Gelächter, da sie ihn fragte wie es ihm geht. Man könnte ein Rind im Schlachthof genauso gut fragen, wie seine Zukunft aussieht. Die Qualifikanten Tardieu, Carlsson und Andrieu:   
Als nächstes muste der Weltmeister von 1984 Mike Svobodny gegen den Gewinner des Riviera Cups Bob Koca antreten. In der ersten Partie splitete Svobo auf den 20er Punkt, Koca warf Pasch 1 , Svobo tanzte und wurde von Koca ausgedoppelt. Im zweiten Spiel stand Svobo schon nach ein paar Zügen im Gammon. Koca konnte Svobo nicht ausschliessen und doppelte ihn letztendlich zum 2:0 aus. Auch in der Crawford Partie stand Svobo schnell mit 4 Steinen auf der Bar und war chancenlos gegen den wie im Rausch spielenden Amerikaner. Die nächste Paarung war der starke Däne Simonsen gegen den Schweden Carlsson. Simonsen doppelte früh und stand ein Paar Würfe später selbst im Gammon. Er hatte in diesem Moment 2 Steine auf der Bar und carlsson nur noch den 4er und 5er Punkt offen. Doch simmonsen Warf 5 und 4 machte auch noch den Anker auf dem 5er Punkt und traf einen Wurf später im Aussenfeld. Jakob Simonsen gewann die Partie einfach und ging 2:0 in Front. Im Crawford Spiel hatte Carlsson den Dänen schon mit 2 Steinen auf der Bar aber konnte sich nicht hinter Simonsens 5er Prime befreien. Carlsson verlor und somit zog Jakob ins Viertelfinale ein. Nun durfte der Onlinequalifikant Aaron Korper aus den Niederlanden, der sich für 7 Euro im Internet qualifizierte, gegen den in der Backgammongiants Rangiste an Nummer 1 geführten Falafel antreten. Ein Duell wie David gegen Goliath. Trotzdem ist in einem Dreipunktmatch immer alles möglich. Doch nicht immer gewinnt David. Falafel setzt sich locker mit 3:1 durch. Aaron war in einigen Situation dem Druck eines 10000 Euro Matches nicht gewachsen. Die Online-Qualifikanten Plater, Kopper und Lagopatis:   
Nun aber zu 2 hochkarätigen Spielern. F. Tardieu und K. Bredahl, die nun das letzte Match des Achtelfinals bestreiten. Beide in der Giantsliste vertreten.Daher wurde hier ein enges Match erwartet. Nach 2 Spielen stand es 1:1. Die folgende Partie sollte die Entscheidung bringen . Tardieu doppelte und hatte ein kleinen positionellen Vorteil. Bredahl stand in einem 2er-5er Backgame und hatte selbst noch keinen Punkt gemacht. Tardieu hatte nur den 3er Punkt gemacht. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel mit relativ un gewöhnlichen Positionen. Bredahl viel in ein 2-4 Backgame zurück und schlug mehrere Checker von Tardieu so das Tardieu 4 Checker bei Bredahl im Board hatte. Bredahl konnte im weiteren Verlauf Tardieu immer wieder schlagen und der konnte sich nicht von Bredahls Einerpunkt befreien . Bredahl erstellete eine Sechserprime und schloss Tardieu`s letzten Checker auf die Bar. Bredahl konnte fehlerfrei abtragen und zog ins Viertelfinale ein. Viertelfinale Andi Plater vs F. Andrieu 0:3 Rida Hassan vs. Lars Trabolt 0:3 B. Koca vs.J.H. Simonsen 3:0 Falafel vs. K. Bredahl 3:1 Erstes Viertelfinale war dann Plater gegen Andrieu. Der Franzose hatte in seinem Achtelfinal Match eine zweistellige Error Rate gespielt. So sah man den britischen Profi Plater als Favorit. Wie in seinem ersten Match lag er aber schnell mit 2:0 zurück. Trotz einiger gravierender Fehler wie das Verlassen des Ankers ohne selber einen Punkt im Heimfeld zu haben war Andrieu für Platter nicht zu besiegen. Direct Buy-In Svobo und Trabi:  
Danach trat der Weltmeister Trabolt gegen Ägypter Hassan an. Die Vorzeichen waren eindeutig und so begann das Match auch. Trabolt schenkte dem Ägypter in der ersten Partie gleich ein ungedoppeltes Gammon ein. In der Crawford Partie war der Ägypter ebenfalls gegen Lars seine Atomwürfe machtlos. Lars zog ungefährdet in das Halbfinale ein und muß nun gegen den Außenseiter aus Frankreich Frederic Andrieu, der 2006 das Intermediate Turnier in Monte Carlo gewann, ins Halbfinale ein. Die ersten beiden Viertelfinals waren recht eindeutig. Andrieu und Trabolt hatten reihenweise gute Würfe und so kam wenig Spannung auf. Das dritte Viertefinale bestritten nun Bob Koca und J.H.Simonsen. Einigen Spielern war nun deutlich anzumerken, welch ein Druck auf ihnen lastet. Die Viertelfinal Matches waren waren jeweils 20000 Euro wert und einigen Spielern war der Stress anzumerken. Im Match Koca gegen Simonsen sah Bob Koca trotz guter Würfe sehr nervös aus. Er führte schnell 2:0 und es kam kaum Spannung auf. Auch diese Match endete 3:0. Wenigsten das letzte Viertelfinale versprach mehr Spannung. Falafel:
Bredahl vs. Falafel ist sicher eine spannende Partie. Der Däne ist bekannt dafür, dass es in seinen Matches regelmässig zu intressanten Stellungen kommt. Das erste Spiel beginnt mit einem klassischem Holding. Falafel macht den Anker in der Bar und Bredahl befreit sich mit zweimal 6-4 und macht den Anker auf dem 14er Punkt. Danach wirft Bredahl Pasch 4 und er kann den 13er und 14er Punkt auflösen. Das folgende Doppel muß Falafel passen. Die nächste Partie endet ebenfalls in einem Holdinggame, welches Bredahl passen muß, da der Rennrückstand zu groß ist. Nun streikten die LCD Bildschirme und wir wechselten direkt ins Studio. Falafel hatte inzwischen gedoppelt und war eindeutig Favorit. Beide hatten ein Holdinggame ohne Midpoint. Bredahl fehlte jedoch zusätzlich der 5er Punkt, was seine Stellung erheblich schwächer machte. Falafel konnte sich mit Pasch 3 befreien und schien dem Sieg näher zu sein. Er muste nun nur noch den 10er Punkt gegen den 4er Anker klären. Falafel lies den Schuss auf die 6, aber Bredahl traf nicht und verlor das Rennen . Halbfinale F. Andrieu vs. L.Trabolt 3:0 Falafel vs B.Koca 0:3 Im Halbfinale haben nun alle Teilnehmer Geld sicher. Den unterlegenen im Halbfinale winken allerdings nur 10000 Euro. Dem Finalisten 40000 Euro und dem Sieger 100000 Euro. Simonsen und Hassan:  
Im ersten Halbfinale traf Lars Trabolt auf F.Andrieu. Der aktuelle Weltmeister gegen den Intermediate Weltmeister von 2006. Die Vorzeichen waren klar. Der Franzose glänzte in den ersten Runden nicht mit filigranen Spiel, sondern eher mit furiosen Würfen. Trabolt spielte in seinem Match der ersten Runde eine Error Rate von 1,6, der Franzose zweistellig. Inzwischen war es 1:30 und das Halbfinale begann immer noch nicht. Die Sympathien lagen auf Seiten des Weltmeisters Trabolt. Wie in den Matches zuvor begann der Franzose mit einigen guten Würfen und konnte nach einem Doppel-Pass mit 1:0 in Führung gehen. In der folgenden Partie doppelte Trabolt, nachdem Andrieu auf einem Einpunkt Board mit Pasch 6 tanzte. Wir waren uns alle sicher das der Cube eindeutig zu früh kam. Auf 3Ply war es ein Doppel. Taktisch ein großer Fehler von Trabolt, denn man sollte dem schwächeren Spieler auch die Chance geben, Fehler zu machen. Die Position entwickelte sich für Trabolt schlecht. Andrieu primte ihn mit einen Stein hinter der Prime aus und kam zu einen ungefährdeten Sieg. Trabolt machte einen taktischen Fehler am Cube der bestraft wurde. Der Franzose mit dem sympathischen Auftreten zog somit ins Finale ein und hatte schon 40000 Euro sicher. Karsten Bredahl und Bob Koca:  
Nun kam es zur Begegnung Falafel gegen Koca. Das Match wurde in einem Spiel entschieden. Falafel mußte eine 4 nehmen und verlor unspektakulär das Halbfinale. Nun zum Finale mit dem keiner gerechnet hätte. Bob Koca, der wohl die glücklichste Woche seines Lebens durchlebt und der Franzose Andrieu, der hier bei keinem auf der Rechnung war das Finale zu erreichen. Andrieu wurde von allen als großer Aussenseiter gesehen. Wie stark die Nerven der beiden sind, wird sich nun zeigen , wo es noch um 140000 Euro geht. Im ersten Spiel des Finals standen beide in einem Holding. Andrieu hatte einer Anker in Kocas Bar. Er hatte eine Viererprime vom 8er bis zum 5er Punkt. Kocas hatte einen Anker auf dem Viererpunkt. Beide hatten schon nicht mehr den Midpoint und Andrieu doppelte mit klaren positionellen Vorteil. Für mich ein sehr zweifelhaftes Take im 3 Punkt Match.Koca mußte seinen Anker verlassen und Andrieu schlug in den offenen 4er Punkt. Koca tanzte und andrieu schloss den Punkt. Nun war Koca auf der Bar und nur noch der 1er Punkt war offen. Zwei Würfe später war Koca noch auf der Bar und Andrieu schaffte es den 1er Punkt zu schliessen. Ein Gammon drohte. Koca warf Pasch 6 und konnte knapp das Gammon verhindern. In der nächsten Partie konnte Koca auf 1:2 verkürzen und dann nahm sich der Franzose einen Free Drop und das Match endete in DMP. In Cannes war es nun 3:30 in der Früh und das Match kam zu seinem Höhepunkt. Koca hatte schnell 4 Punkte im Heimfeld gemacht, Andrieu hingegen nur die eigene Bar und den gegnerischen 5er Punkt. Koca war auch in leichter Zeitnot. Er hatte nur noch 25 Sekunden auf der Uhr. Inzwischen hatte auch Andrieu 4 Punkte in seinem Heimfeld.Koca hat nun auch die komplette Aussenfeld Kontrolle verloren. Er muß noch 2 Checker vom 20er Punkt nach Hause bringen.Bei dem Versuch wurde er getroffen. Er konnte noch einspielen aber da Rennen nicht mehr gewinnen. Der Aussenseiter Andrieu gewann das WSOB Finale 2008. Backgammon-Poker.de gratuliert allen Gewinnern!
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