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Ralf und Thomas übernehmen...

...zumindest vorläufig die Turnierleitung bei der Berliner Meisterschaft. Die Berliner Backgammonfreund und Backgammon&Poker bedanken sich schonmal herzlich!

Giants of Backgammon...

...die 64 Bestplazierten der Giants of Backgammon 2007 sind nun im Menu unter "Giants of Backgammon" abrufbar!

Matcharchiv nun auch im *.txt-Format

Die Matches von nationalen und internationalen Turnieren können nun auch im *.txt-Format abgerufen werden. Viele Grüße an die Freunde von GNUBG :-)


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Rivieracup 2008 PDF Drucken E-Mail

 

Rivieracup 2008

 

Vom 15.07.2008 - 20.07.2008 findet in Cannes an der Côte d’Azur der Riviera- und Nationscup statt. Das Turnier gehört zur Partouchegammon Tour und auch zur WSOB. Nachdem die WM beendet war, zog der Troß der Spieler von Monte Carlo ins 60km entfernte Cannes. Viele Gesichter, die ich in Monte Carlo sah waren auch hier am Start. Einige neue wie Christian Liebe Harkort, Rainer Witt und Norbert Wiebusch sind noch dazu gestoßen.

Am Dienstag und Mittwoch wurde nur der Nationscup und das Warm up Turnier gespielt. Team Deutschland ging in der Besetzung Christian Plenz, Jan Jacobowitz und Götz Hildsberg an den Start. Es wurde in 4 Vierergruppen je 4 Teams gespielt und nach jeweils zwei 2:1 Siegen gegen Italien und Russland sah es für das deutsche Team hervorragend aus. Im Spiel gegen die starken Amerikaner, die mit Bob Wachtel und Ed O`Laughlin antraten, war dann schon nach dem gewonnen Consulting Double klar, dass das deutsche Team Gruppensieger werden würde, da die Italiener ihre restlichen beiden Matches gegen Russland und die USA gewannen, aber in den Sätzen nur ausgleichen konnten und somit der direkte Vergleich zählt. Somit zog das deutsche Team ungefährdet ins Viertelfinale ein. Dort wartete dann das englische Team. Ein weiterer ungefährdeter Sieg sollte folgen. Das gut eingespielte Team mit Jan, Christian und Götz musste nun gegen die Schweden ran.

 

Mittlerweile lief auch das Hauptturnier. Aus deutscher Sicht waren noch einige hoffnungsvolle Kandidaten für das WSOB Rennen am Start. Allen voran Jan Jacobowitz, der mit über 160 Punkten in der Rangliste ganz vorne mit dabei war. C. Plenz mit 142 und Norbert Wiebusch mit ca. 138 Punkten folgten. Diese 3 waren alle unter den ersten 10 plaziert und machten sich berechtigterweise Hoffnungen, das WSOB Abschlussturnier zu erreichen. Danach kamen mit 122 Punkten Götz Hildsberg und Ich mit 121 Punkten. Götz und ich müßten aber einige Matches gewinnen um uns noch was aus zurechnen. Für die drei erst Genannten kam es zum worst case. Die 3 verloren allesamt in der ersten Runde vom Main und auch in der Consolation. Für Christian und auch Norbert bedeutet das, das beide nicht das Abschlussturnier erreichen. Jan konnte sich trotz der Niederlagen noch Hoffnungen machen. Anders lief es bei Götz und mir. Wir hatten beide unsere Matches am ersten Tag gewonnen und sind voller Optimismus in den zweiten Tag gestartet. Doch für Götz war im Spiel gegen Ed Bennet Endstation. Ich gewann mein Spiel und zog in die Runde der letzten 16 ein. Dort wartete der Pokergiant und auch beim Backgammon nicht ganz unbekannte Däne Gus Hansen auf mich. Das Spiel fing für mich recht positiv an. Schnell ging ich mit 5:0 in Führung. Leider waren das auch meine letzten Punkte in diesem Match. Ich verlor danach dreimal einen Cube auf 2 Gammon und konnte in der Crawford Partie nichts mehr entgegensetzen. 13:5 verloren und für die Consolation qualifiziert. In eine weiteren Match unter den letzten 32 verlor Volker Sonnabend gegen den Hamburger Thomas Kazemih. Thomas zog ebenfalls in die Rund der letzten 16 ein.

Allgemein kann man zum Turnier sagen, dass Turnierdirektor Eric Guedj bis auf kleine zeitliche Verzögerungen immer den Überblick hat. Es wird mit Uhren gespielt. Der Modus ist 1,5 Minuten pro Punkt und 15 Sekunden pro Zug. Ein Modus der immer noch entspanntes spielen ermöglicht. Es wird mit nur einem Würfelpaar gespielt, welches vor jedem Match von der Turnierleitung ausgegeben wird. Die Würfel haben ein Partouche Logo was an einer anderen Stelle als letztes Jahr ist und sie sind auch etwas matt. Betrug sollte hier weitgehend ausgeschlossen sein. Wie bei den WsOB Turnieren üblich ist auch das Fernsehen anwesend. Eurosport2 wird diese Event übertragen, aber auch im Internet bei Joost wird es Streams geben. Schön  sind die großen LCD Bildschirme auf denen die Sheets, das WSOB Ranking und sogar die Jackpot Auslosungen zu sehen sind. Als Location ziehe Ich inzwischen Cannes Monte Carlo eindeutig vor. Akzeptable Preise , eine grössere Auswahl an bezahlbaren Hotels, ein schönerer Strand und ein besseres Nachtleben machen dieses Turnier zu einem Top Event im Backgammon. Außerdem ist die Turnierleitung dieser Serie mit Eric an der Spitze innovativ und hat auch das TV und Sponsoren mit an Board geholt.

Nun zurück zum Nationscup: Team Germany musste nun im Halbfinale gegen Schweden ran. Auch hier war Götz Hildsberg eine sichere Bank und führte das Team zu einem Sieg. Im Finale ging es nun wieder gegen die schon in der Vorrunde besiegten Italiener. Götz gewann gegen den Sieger von Velden, Fernando Braconi eindeutig mit 7:1. Chris Plenz hatte es da ein wenig schwerer. Er gewann sein Match in DMP und somit muste das Doppel nicht mehr gespielt werden. Team Deutschland stand als Sieger fest und Italien wurde Zweiter. Im Haupturnier konnte sich Favorit Gus Hansen im Viertefinale gegen die dänische Profispielerin Pia Jeppesen durchsetzen. Einem gut würfelnden Gus Hansen kann kein Spieler in der Welt etwas entgegensetzen. Im Halbfinale hatte nun der Brite Nicki Check das Vergnügen gegen Gus anzutreten. Im  zweiten Halbfinale stand der in den USA sehr erfolgreiche B. Koca gegen den Schweden R. Lindbom. Der favorisierte Amerikaner konnte sich durchsetzen. Im Semifinale mit Gus Hansen und Nicki Check startete Gus furios und ging schnell mit 7:1 in Führung. Spiel auf ein Tor. Gus spielt aber auch auf absoluten Top Niveau. Die Analyse seines Matches ergab eine 2.9 und zeigte das er trotz längerer Abwesenheit nichts verlernt hatte. Nicki Check war in diesem Match chancenlos, was aber auch an den Würfen von Gus lag. Das Finale lautet nun Bob Koca gegen Gus Hansen. Doch vorher kam es im Finale der Consolation noch zur Begegnung Bredahl gegen Babillion. Der leicht favorisierte Däne gewann und stand somit als Sieger der Consolation fest.

Zu diesem Zeitpunkt standen auch schon die 5 Spieler fest die sich über die Turniere London,Helsingör und Cannes qualifiziert haben. Es waren der dänische Meister Andreas Olsen, Karsten Bredahl, Jakob H. Simonsen beide auch aus Dänemark, der Ägypter Rida Hassan und Falafel. In Cannes wurden 2 Qualifier gespielt. Einen gewann Tardieu den anderen sein Landsmann Frederic Andrieu. Komischerweise konnten sich auch 2 Spieler einfach einkaufen ohne das irgendeiner im Turniersaal was davon wußte. Svobo und der aktuelle Weltmeister Trabolt bezahlten einfach das Buy in. In der Reihen der Profis sorgte es ein wenig für Verstimmung das dies einfach so möglich war. Außerdem qualifizierten sich die 3 Turniersieger Hurst,Ryzmann und Koca natürlich. Zusätzlich gab es 4 Online Qualifier. Andy Plater (GB), Sakis Lagopatis (Münster), Oscar Carlson und ein Spieler aus den Niederlanden. Zurück zum Finale. Diesmal sah es für Gus Hansen am Anfang des Matches nicht gut aus. Der Amerikaner ging schnell mit 8:2 in Führung. Doch Gus konterte und kam auf 9:8 ran, aber stand in einem ungedoppelten Spiel im Gammon. Bob ging wieder mit 11:8 in Führung.Nun braucht Bob nur noch 2 Punkte zum Sieg. Bei 11:8 doppelte koca eine Position wo die Leute im Turniersaal geteilter Meinug waren. Doch beide Spieler lagen bei ihrer Entscheidug richtig Doppel-Pass. Bob brauchte nur noch einen Punkt zum Sieg.Das Crawfordspiel gewann Hansen Gammon und er verkürzte auf 10:12. Bei diesem Matchstand doppelt Gus nicht sofort und läßt sich ein Paar Würfe Zeit. Das nun folgende Doppel sehen viele im Saal als Bluff. Koca lehnt das Doppel ab und es kommt zur DMP. In der letzten Partie sieht der Amerikaner schon wie der Sieger aus, Koca hat ein 5er Holding und Hansen 3 Steine bei Koca auf dem 2er Punkt. Doch Hansen wirft 55 und kann seinen Anker in Koca`s Bar verschieben. Nun wirft jedoch der Amerikaner 55 und kann ein kontaktloses Rennen gewinnen. Ein würdiger Sieger, der sich mit Gus Hansen einen grossen Fight lieferte.


Eric`s Turnier hatte zwar ein paar organisatorische Probleme, aber insgesamt ist er auf einem guten Weg zusammen mit Sponsoren und dem Fernsehen Backgammon ein neues Gesicht zu geben. Backgammon-Poker.de Gratuliert allen Gewinnern und versucht auch am Montag vom Abschlussturnier der WSOB zu berichten. Die Files von meinen Matches gegen Gus Hansen und Michy findet ihr im Archiv.


Ergebnisse 

 

Champions  (155)
1. Bob Koca (USA)
2. Gus Hansen (Dänemark)
3./4. Nicky Check(GB) / R.Lindbom (Schweden)


 Consolation
1. Karsten Bredahl (Dänemark)  
2. Allain Babillion (France)
3./4. Santo Roman (France) / J.H.Simonsen (Dänemark)

Last Chance
1. H.Nar  (Türkei)
2. P.Fursund (Dänemark)

Nationscup

1. Germany (Hildsberg, Jacobowitz, Plenz)
2. Italien (Braconi, La Surdo, DAncona)
 
Intermediate
 
1. Levon Petrosian (Armenien)
2. M.Harutiun
3./4. G.Tamaz, G.Miltiadon

Consolation

1. A.Viennos
2. Celetano

Last Chance
1. D.Rouxel (France)
2. M.De Bruin (Spain)

Beginner

1. Dorian
2. Fabian Da Silva 

Ladies Tournament

1. Pernille Rosendal (Ger)
2. C.Wolf (France)

Double Consultation
1. Jose Rodriguez, Claude Lambert (France)
2. Karsten Bredahl, Steen Groenbech (Dänemark)


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